Bergischer Zahnärzteverein

Sie sind hier: Startseite » Fortbildung » Zahnärzte

19. September 2020

Prof. Dr. Hans-Peter Jöhren, Zahnklinik Bochum

Prof. Dr. Hans-Peter Jöhren
Prof. Dr. Hans-Peter Jöhren

Wenn nicht nur die Zähne knirschen -
Klinik und Röntgenbefunde bei psychosomatischen Beschwerden


Vortrag

Samstag, 19.09.2020 - 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Historische Stadthalle Wuppertal
Johannisberg 40
42103 Wuppertal
www.stadthalle.de

  • Online-Anmeldung
  • Inhalt
  • Fortbildungspunkte
  • zur Person

Fortbildung unter der Corona-Pandemie

Wegen der Einschränkungen zum Schutz vor SARS COV-2 rechnen wir damit, dass eine Veranstaltung nur unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen genehmigt werden kann. Daher werden wir mit einer Bestuhlung nach der Abstandsregel leben müssen. Das bedeutet, dass wir nur eine limitierte Anzahl von Teilnehmern zulassen können, was eine vorherige Anmeldung erforderlich macht.
Die Kaffeepause entfällt aus hygienischen Gründen.

Teilnahmegebühren:  
Mitglieder des BZÄV und der ZGiH gebührenfrei
Nichtmitglieder 60,00 €

Online-Anmeldung

Ich bin Mitglied des Bergischen Zahnärztevereins.

Ich bin Mitglied der Zahnärztlichen Gesellschaft in Hagen.

Ich bin kein Mitglied der o.g. Gesellschaften. Ich bringe die Teilnahmegebühr von 60,- € zu der Veranstaltung mit.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert.

Patienten, die eine zahnärztliche Praxis aufsuchen, erwarten in der Regel eine somatische Behandlung oder Präventivmaßnahmen. In Abhängigkeit von den vorgetragenen Beschwerden folgt entsprechend unserer traditionellen Ausbildung die zahnmedizinische Basisdiagnostik aus klinischer intraoraler und radiologischer Befundung.
Aufgrund aktueller Untersuchungen muss jedoch davon ausgegangen werden, dass mindestens 20 % der Patienten in unseren Praxen unter psychosomatischen Erkrankungen leiden. Hierzu gehören chronische Schmerzerkrankungen, atypische Schmerzen und Odontalgien, Depressionen, Angststörungen und Störungen in der Selbsteinschätzung des eigenen Selbstbildnisses (dysmorphe Störungen).
Mit einem basisdiagnostischen Aufwand allein werden diese psychosoziale Belastungen und psychosomatische Erkrankungen jedoch erst erkannt, wenn die lege artis durchgeführte Behandlung nicht zum gewünschten Erfolg führt. Hinzu kommt, dass diese Misserfolge in der zahnärztlichen Praxis damit einhergehen, dass unsere Patienten nicht bereit sind, für die geleistete Arbeit zu zahlen, obwohl auf den ersten und zweiten Blick keine Fehler in der zahnärztlichen Therapie erkannt werden können. Gerade auch in der Implantologie und dem Wunsch nach festen Zähnen stellt die umfassende Diagnostik eine Conditio sine qua non dar.
Daher ist es von zentraler Bedeutung, Hinweise für das Vorliegen einer psychosomatischen Erkrankung frühzeitig, d.h. vor der zahnärztlichen Therapie zu erkennen.

In dem Vortrag werden daher psychosomatische Krankheitsbilder vorgestellt, die jeder Zahnarzt kennen sollte, da das Wissen um ihre Existenz oft hilft, Misserfolge zu vermeiden. Gerade wenn die Röntgenbasisdiagnostik die klinisch vorgetragenen Beschwerden nicht stützt muss auch an atypische Beschwerden gedacht werden. Im Zweifel muss auch die radiologische Diagnostik ausgedehnt werden, ohne dabei die Gefährdung durch Röntgenstrahlen und die rechtfertigende Indikation außer acht zu lassen.
Moderne, bildgebende Verfahren (DVT) zur sicherem Ausschluss von somatischen Ursachen der Beschwerden sind darüber hinaus ebenfalls Inhalt des Vortrages.



Die Leitsätze und Empfehlungen der DGZMK und der BZÄK zur zahnärztlichen Fortbildung [343 KB] werden bei dieser Fortbildungs-Veranstaltung berücksichtigt.
Die Punktevergabe erfolgt streng nach den Vorgaben des Beirats Fortbildung der ZZQ.

Zahnärzte erhalten für diese Veranstaltung
2 Fortbildungspunkte (BZÄK/DGZMK).

Prof. Dr. Hans-Peter Jöhren
Zahnklinik Bochum

Curriculum vitae:

1989 Approbation
1989 Promotion
1989 - 1992 MKG-Chirurgie, Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen
1993 Oberarzt in Witten/Herdecke, Abteilung für zahnärztliche Chirurgie
1996 Ltd. Oberarzt der Zahnklinik Witten Herdecke
1997 Leiter der Klinischen Administration der Zahnklinik Witten Herdecke
2000 Habilitation
2001 Gründung der Zahnmedizinischen Tagesklinik an der Augusta-Krankenanstalt und des Therapiezentrum für Zahnbehandlungsangst in Kooperation mit der Universität Wuppertal
2001 - 2006 1. Vorsitzender des Arbeitskreises für Psychologie und Psychosomatik in der DGZMK
2006 Ernennung zum apl. Professor

Veröffentlichungen:

über 150 internationale und nationale Publikationen und Vorträge

Forschungsgebiete:

Orale Implantologie
Diagnostik und Therapie der Zahnbehandlungsangst
Chronische und akute Schmerzzustände

Lehraufträge:

Zahnärztliche Radiologie und Zahnärztliche Chirurgie an der Universität Witten /Herdecke

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren